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Sind kurze Implantate langfristig erfolgreich und welche Bedeutung hat dabei die Implantat-Abutment Verbindung?

Obwohl sich die Implantologie zunehmend zum Standardverfahren bei Zahnverlust etabliert, verzichtet ein Großteil der aufgeklärten Patienten auf diese Therapieform, falls ein Implantatinsertion nicht im ortsständigen Knochen realisiert werden kann. Die zusätzlichen chirurgischen Maßnahmen zur Verbesserung des Knochenlagers und/oder der Weichgewebssituation schrecken aufgrund der Kosten, des invasiven Eingriffs, der verlängerten Heilungsdauer und/oder der erhöhten Risiken die Mehrheit der Patienten ab. Ein Ausweg scheint die Verwendung von kurzen Implantaten zu sein.

Da kurze Implantate
  • meist eine vertikal hohe Suprastruktur mit großer Hebelwirkung verankern
  • aus ästhetischen Gründen vor allem im Seitenzahnbereich indiziert sind
  • der Anteil der Einzahnlücke von allen implantatprothetische Versorgung ca. 70 % beträgt
entstehen hohe Kräfte und Drehmomente sowohl auf das Implantat-Knochen-Interface als auch auf die Implantat-Abutment Verbindung. Das Implantat-Knochen-Interface reagiert auf eine erhöhte Belastung mit einer Verdichtung der das Implantat verankernden Knochentrabekel - die Qualität der Knochenverankerung verbessert sich somit selbst. Die Implantat-Abutment-Verbindung muss allerdings eine mechanisch hochstabile Festigkeit aufweisen, welche durch einen langen internen Konus realisiert werden kann.

Einen weiteren Vorteil bietet eine Konusverbindung in der Quantität der Knochenverankerung. Das hier designbedingte Plattformswitching und als auch die konusbedingte Dichtigkeit des Implantat-Abutment-Interfaces vermeidet die üblicherweise auftretende, ca. 2,5 mm crestale Knochenresorption - ca. ein Drittel der Knochenverankerung bei einem Implantat mit 6 mm Länge!

Die neueste Literatur und eigene Untersuchungsergebnisse zeigen, dass kurze Implantate langfristig erfolgreich sein können.

» Vita Dr. Paul Weigl
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